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Milch im Blut

Werbung in Highspeed und Stereo3D - eine Herausforderung, der wir uns gerne stellten.

Milch-im-Blut_TextPic01.pngIm August 2014 kontaktierte Dirk Hendler von stories unlimited tectum - raum&zeit um einen Werbefilm in 3D zu drehen. Ein wichtiges Element für die Wirkung der Werbung waren slow-motion Aufnahmen. Ursprünglich war der Wunsch der Produktion den Dreh mit zwei F55, zwei REDs oder zwei Alexas zu drehen, doch nach einem Frameratentest wurde klar, dass die 240 bzw. 300FpS nicht ausreichend sind. Dirk Hendler (Regie) und Rasmus Sievers (DOP) entschieden sich daher für eine Highspeedkamera.

In der engeren Auswahl waren hierbei die Olympus i-SPEED PL, die Phantom Flex und die Phantom Miro. Die Olympus hätte mit Ihrer 720p-Auflösung ausgereicht, da der finale Clip für die Veröffentlichung im Internet vorgesehen ist. Jedoch stellte sich der Workflow der Olympus als zu langsam dar. Die Phantom Flex, die 3.5kg schwerer ist als die Phantom Miro, macht sie im 3D-Setup nicht zum Favoriten. Des Weiteren hätte der hohe Stromverbrauch der Phantom Flex die Produktion unnötig verkompliziert. Da für die Produktion 1080p ausreichte und Bildraten bis max. 1000 Bilder vorgesehen waren, gab es keinen qualitativen Unterschied zwischen der Phantom Miro und der Phantom Flex. Die Entscheidung fiel daher auf die Budget-schonendere Phantom Miro.

Milch-im-Blut_TextPic02.pngDie Phantom Miro kann zwar intern synchronsiert werden, jedoch hat dies keine Auswirkung auf die HD-SDI Ausgänge. Die Ausgänge der Miros bleiben asynchron, trotz einer synchronen RAW-Aufzeichnung. Für die Analyse der Stereo3D-Parameter wurde daher der "Stereoscopic Analyzer" (STAN) eingesetzt, der auch asynchrone Bildsignalen verarbeiten kann. Der STAN wurde von reallifefilm international GmbH für den Dreh zur Verfügung gestellt und ist ab sofort auch bei tectum im Verleih. Um das Material der Kameras später besser anlegen zu können, wurde eine Fotoblitzanlage genutzt.

Dirk Hendler und Rasmus Sievers wollten an dem einen Drehtag so viele Einstellungen wie möglich drehen und die Umbauzeiten auf andere Brennweiten möglichst gering halten. Die Wahl viel daher auf Zoomobjektive. Da wir bereits gute Erfahrungen mit den Fujinon CabrioZooms im 3D-Setup gemacht hatten, viel die Entscheidung  für die CabrioZooms leicht. Zur Steuerung der Objektive wurde die Aladin MKII benutzt. Um die Zooms zu matchen, bietet die Aladin die Möglichkeit im Vorfeld Offsets für beide Objektive anzulegen.

Milch-im-Blut_TextPic03.pngAls Spiegelrig war zunächst das StandardRig von P+S Technik geplant. Sönke Kirchhof (Stereograph) machte uns jedoch auf das Epic pro-Rig von 3D Image aufmerksam, dass er von Wlodek Popinski zu Testzwecken zur Verfügung gestellt bekommen hatte. Das an sich schwere Rig (fast 12kg Eigengewicht) machte einen soliden Eindruck. Da Rasmus die meiste Zeit auf einem Dolly war und die Phantom Miros mit den CabrioZooms auf dem Epic pro-Rig ausreichen Platz fanden, war es eine gute Möglichkeit das Rig direkt beim Dreh auszutesten.

Der Drehtag selbst begann mit einer 360Grad-Dollyfahrt und es dauerte eine Weile bis sich das Team auf die Abläufe bei dem Highspeed/Stereo3D-Dreh eingestellt hatte. Letztendlich war es ein erfolgreicher Drehtag. Nach einem ersten Rohschnitt übergab stories unlimited das Material an reallifefilm international GmbH um das finale Depth-Grading zu realisieren.

Das finale Video von der Werbung in Stereo3D findet ihr auf Vimeo.

Fotos

Details
Produktion: stories unlimited
Regie: Dirk Hendler
DOP: Rasmus Sievers
Highspeed-Operator 3D: Torsten Schimmer
Highspeed-Assistenz: Mitch Bozzo
Stereograph: Sönke Kirchhof
1st AC/RigTec: Jens Hallmann
Oberbeleuchter: Mirko Fricke
Grip: Christoffer Schulz

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