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RibCage GoPro Test

Posted by  torsten  Sep 29, 2014

RibCage_Parts.pngSeit geraumer Zeit experimentieren wir bei tectum mit dem Ribcage Umbau Kit von Back-Bone für die GoPro herum. Unser eigentliches Ziel war es dabei, die GoPro auch für hochwertige Produktionen einsetzbar zu machen und letztendlich auch für 3D-Produktionen. Der Umbausatz ermöglicht es einem mit Wechselobjektiven zu arbeiten. Man hat somit eine frei einstellbare Blende, Schärfe und vor allem verschiedene Brennweiten zur Verfügung. Mit der GoProHero3+ hat man den großen Vorteil, dass man mit den Protunes-Einstellungen eine Vielzahl von professionellen Möglichkeiten hat. Unter anderem kann man die ASA-Zahl der Kamera fest einstellen oder auch mit flachen Gammakurven arbeiten. Man kann die Kamera aber nicht mehr zurückbauen und somit auch nicht mehr die Unterwassergehäuse von GoPro verwenden. Unser erster Schritt war hierbei natürlich der Umbausatz. Beim ersten Mal haben wir, mit Hilfe der Videoanleitung von Back-Bone, innerhalb von zwei Stunden eine GoPro Hero 3+ komplett entkernt um sie dann wieder mit dem RibcageKit zusammenzubauen. Prinzipiell ist das nicht sehr kompliziert, jedoch geht unsere Empfehlung dahin, die GoPro gleich beim Händler umbauen zu lassen.

RibCage_Kowa.pngDas RibcageKit kommt mit einem neuen Gehäuse, das mit einem C-Mount ausgestattet ist und einen Antialising-Filter hat. Mit diesen Filtern fängt schon die erste Schwierigkeit an. Es gibt zwei verschiedene Verfahren den Filter einzubauen: fest installiert und variabel, sodass man mit und ohne arbeiten kann. Wir haben uns, nach den ersten Versuchen, für die variable Variante entschieden. Beim Einbau des Antialisingsfilter kann man es kaum verhindern, dass Staub auf den Sensor kommt und wenn er variabel eingebaut ist, kann man unproblematisch den Sensor reinigen. Andererseits hat man, wenn man ohne Antialisingfilter arbeitet, schnell eine infrarotempfindliche Kamera zur Hand. Mit Hilfe von Infrarotscheinwerfern hat man dann die Möglichkeit, auch in absoluter Dunkelheit zu drehen. Die nächste Schwierigkeit ist die Wahl der Optik und auch das korrekte Einstellen des Auflagemaßes.

RibCage_Computar.pngHier haben wir in unserem ersten Ansatz auf die Kowa 10P-Reihe gesetzt, die bei uns im Verleih erhältlich sind. Diese Optiken sind für 2/3“ Sensoren gerechnete und haben eine 10MegaPixel Auflösung. Im Prinzip sind diese Objektive von ihrer Qualität ideal. Jedoch ergibt sich schnell ein Brennweitenproblem. Die GoPro hat ein 1/4“ Sensor. Wenn man mit 2/3“ Optiken arbeitet, hat man einen ungefähren Crop-Faktor von 2.9. Mit S35mm Optiken muß man mit einem Crop von ca. 6.3 rechnen. So kann selbst die 5mm Kowa 10MP Optik schnell zu telig sein. Wir uns daher für die Computar Objektive (gerechnet für 1/3“) entschieden. In der Qualität kommen diese nicht an die Kowas heran, aber die 4mm und 8mm Computar runden die Kowaobjektive im Weitwinkelbereich gut ab. Auch sind diese im Kauf bedeutend günstiger (Kowa um 800€, Computar um 100€). Letztenendes kann der der Mount aber auch zu EF-, Nikon- oder PL adaptiert werden.

RibCage_EOS.pngUm das Auflagemaß korrekt einzustellen ist ein Monitor unerlässlich. Man kann zwar mit Hilfe der GoProAPP das Bild auch auf einem Smartphone sehen, jedoch ist das kein sicheres Mittel für die Justage des Auflagemaßes. Das Einstellen des Auflagemaßes am Mount des Ribcage-Kits ist kein Problem. Man schraubt die Optik oder den Adapter tiefer bzw. weniger tief rein und fixiert ihn mittels kleiner Schrauben. Bei der Drehvorbereitung sollte man sich in den Schritten aber eher an große Kameras orientieren. Wenn man direkt beim Dreh vor Ort die Technik zusammenbaut und justiert, so schleichen sich schnell Fehler ein.

RibCage_Skiing.png

Um sicher und stabil mit der umgebauten GoPro zu arbeiten, hat sich bei uns schnell gezeigt, dass man am besten mit dem GoProFrame arbeitet. Da wird die umgebaute GoPro eingeklemmt, somit hat man auch den gewohnten GoProFuß. Die Halterung die beim Ribcage mitgeliefert wird hat sich als nicht 100% stabil erwiesen, sodass bei einem Einsatz auch schon mal eine Schraube ausgebrochen ist. Dies war im Anschluss aber ohne Probleme zu reparieren. In der Zwischenzeit haben wir die „geribcagte“ GoPro schon bei verschiedenen Werbeproduktionen eingesetzt.


OTS_RibCage_SBS.pngFür uns ist die letzte Testreihe die Tauglichkeit für stereographische Drehs. Hier haben wir zwei Möglichkeiten der Synchronisierung gefunden. Einerseits das GoProHeroDual System, andererseits das „Advanced SuperHero 3D System Cable“ von 3D Guy.tv. Hier sind wir noch mitten in den Tests. Es hat sich gezeigt, dass beide Systeme einem die Möglichkeit geben, zwei GoPros (auch „geribcagte“) gleichzeitig zu starten. Was den Sync betrifft, so ist unser erstes Urteil befriedigend. Für kurze Takes scheint der Sync zu reichen. Bei Takes im Bereich von zwei Minuten sieht man einen geringen Versatz. Hier bereiten wir noch einen finalen Test vor, bei dem die Kameras in ein Spiegelrig gebaut werden sollen. Hier wollen wir das stereographische Alignement testen.

RibCage_Sync_SBS.pngIm Zusammenhang mit diesem Test planen wir auch die Möglichkeiten der Protunes Einstellungen durchzutesten.